Energieversorger und Verteilnetzbetreiber stehen unter massivem Transformationsdruck: Ortsnetzstationen müssen flächendeckend digitalisiert und immer mehr Komponenten angebunden werden, dezentrale Erzeuger wachsen stark, und neue regulatorische Anforderungen wie KRITIS und §14a verschärfen die Notwendigkeit von Transparenz und Netzstabilität. Gleichzeitig fehlt Fachpersonal – Projekte dauern länger, Wartung wird komplexer und teurer.
Die zentrale Herausforderung: Ein stabiles, hochverfügbares und schwarzfallsicheres Kommunikationsfundament, das auch unter schwierigen Bedingungen zuverlässig funktioniert.
In dieser Situation wird der Router zum zentralen Baustein: Er verbindet Sensorik, Steuerungen und Leitstelle, ermöglicht Automatisierung und stellt die sichere Kommunikationsinfrastruktur bereit, die für moderne Netzführung unverzichtbar ist.
hochverfügbares & schwarzfallsicheres Kommunikationsfundament
Zentrales Management auch vieler Standorte
zukunftssichere Technologie & Verfügbarkeit
Herausforderungen
- Modernisierung der Ortsnetzstationen (ONS): Hohe Kosten für physische RTUs, veraltetes Legacy-Equipment und ein massiver Anstieg an Sensorik und Komponenten, die angebunden werden müssen.
- Fachkräftemangel: Fehlende technische Fachkräfte verzögern Rollouts, erhöhen den manuellen Aufwand und erschweren Wartung sowie Konfiguration im Feld.
- Schwarzfallsichere Kommunikation über 450 MHz: 450 MHz ist essenziell für KRITIS- und Notfallkommunikation, aber vielerorts noch nicht vollständig ausgebaut; gleichzeitig sind Datenraten teuer.
- Kommunikation ohne 450 MHz:
In Gebieten ohne ausreichende 450-MHz-Abdeckung müssen Alternativen wie Mobilfunk oder Fiber zuverlässig verfügbar sein, trotz wechselnder Bedingungen. - Steigende Cyberrisiken & regulatorischer Druck (KRITIS, §14a):
Die wachsende Zahl an Komponenten erhöht die Angriffsfläche, während BSI-Vorgaben erfüllt werden müssen. Zudem wird die Netztransparenz wegen des erhöhten bidirektionalen Verbrauchs immer wesentlicher. - Komplexeres Netz- und Gerätemanagement:
Mehr Geräte, mehr Datenpunkte und mehr Komponenten machen zentrale Überwachung und standardisiertes Logging unverzichtbar.
Lösung
- Virtualisierte RTU-Funktionen & Sensoranbindung: Ein Router mit RTU-Virtualisierung und direkter Anbindung von Sensorik reduziert Hardwarekosten, verlängert die Lebensdauer von Legacy-Equipment und ermöglicht kosteneffiziente ONS-Modernisierung im Neubau und Retrofit.
- Automatisierter Rollout & zentrales Management: Sichere und zuverlässige Datenanbindung des Lastenmanagementsystems über den Router – egal ob softwarebasiert oder als externe Box-Lösung. Betreiber und Anbieter von Box-Lösungen profitieren von einer robusten und standardkonformen Integration.
- 450-MHz-Resilienz mit Watchdog & Carrier Switching:
450-MHz-Konnektivität für KRITIS-Fälle, kombiniert mit Hardware-/Software-Watchdog Carrier Switching für maximale Verfügbarkeit. - Multi-WAN-Konzepte für Regionen ohne 450 MHz:
Fallback-Architekturen mit LTE/5G, Fiber und VPN sichern die Kommunikation auch dort, wo 450 MHz (noch) nicht verfügbar ist. - Sicherheitsarchitektur:
Verschlüsselte Kommunikation (HTTPS/IPsec/SSH) und kontinuierliche Updates sichern die Kommunikation auch bei vielen verteilten Netzknoten. Ergänzend unterstützen die Router zertifikatsbasierte Authentifizierung und automatisiertes Zertifikatsmanagement für hohe Skalierbarkeit. - Zentrale Transparenz & offenes Monitoring:
Die Router lassen sich über eine offene, standardbasierte Plattform verwalten und liefern zentrale Logs via Syslog und SNMP. Sie unterstützen moderne Netzwerkkonzepte wie IPv4/IPv6 und ermöglichen eine durchgängige Überwachung über viele ONS-Standorte hinweg.
Nutzen für Betreiber
Kostenvorteile bei Modernisierung & Retrofit
- Durch die Virtualisierung klassischer RTU-Funktionen und die direkte Anbindung von Sensorik können ONS kosteneffizient modernisiert werden – ohne separate RTU-Hardware.
- KPI-Vorteile: geringere Investitionskosten pro ONS, längere Nutzungsdauer von Legacy-Equipment.
Weniger Personalaufwand
- Zentrales Management, Zero-Touch-Deployment und Remote-Diagnose reduzieren Installations- und Serviceaufwände signifikant.
- KPI-Vorteile: deutliche Verkürzung der Projektlaufzeiten; geringere OpEx durch weniger Vor-Ort-Einsätze.
Erhöhte Verfügbarkeit und Netzstabilität
- Hardware-/Software-Watchdog, 450 MHz als Schwarzfall-Anker und Multi-WAN-Fallback sichern die Kommunikationskette selbst unter schwierigen Bedingungen.
- KPI-Vorteile: verbesserte Uptime in der ONS; geringere Störungsdauer; höhere Versorgungssicherheit.
Volle Transparenz über alle Netzknoten
- Über Syslog, SNMP und Standard-Schnittstellen erhalten Leittechnik und Netzführung durchgängige Sichtbarkeit auf tausende Router in den ONS.
- KPI-Vorteil: schnellere Fehlerlokalisierung, schnellere Reaktion.
Sicherheit & Compliance für kritische Infrastrukturen
- Verschlüsselte Verbindungen, BSI-konforme Protokolle und kontinuierliche Updates reduzieren die Angriffsfläche und unterstützen regulatorische Vorgaben (KRITIS/NIS2).
- KPI-Vorteil: weniger Sicherheitsvorfälle, geringere Compliance-Kosten; automatisierbares Zertifikats- und Update-Handling.
Zukunftssichere Plattform für mehr dezentrale Erzeuger
- Bei der wachsenden Zahl von PV-Anlagen, Speichern, E-Mobilität und §14a-Laststeuerung ermöglichen Router eine skalierbare Netzautomatisierung und einheitliche Datenwege.
- KPI-Vorteil: bessere Auslastung der Netze; höhere Flexibilität bei Lastflussänderungen.
Technischer Einblick
- Virtualisierte RTU-Funktionen zur Ablösung oder Ergänzung physischer RTUs
- Direkte Anbindung von Sensorik an den Router, je nach Projekt über verfügbare Schnittstellen
- Sichere Datenübertragung über IPsec, TLS, HTTPS, Firewall-Funktionen und SSH
- Multi-WAN-Fähigkeit (450 MHz, LTE/4G/5G, Ethernet/Fiber, VPN) für Kommunikations-Redundanz
- Watchdog für automatische Wiederherstellung der Verbindung bei Störungen
- Syslog- und SNMP-Unterstützung für zentrale Leitstellenintegration
- IPv4/IPv6-Unterstützung für moderne Netzarchitekturen
- Laufende Software- und Sicherheitsupdates sorgen für Betriebssicherheit
- Kompakter Formfaktor, Isolation und erweiterter Temperaturbereich für ONS und Außenschränke
Warum Garderos
Skalierbares Management
Mit dem Garderos Configuration Server (GCS) lassen sich Konfigurationen, Zertifikate, Firmware und Logging zentral verwalten – ohne Vor-Ort-Service, ideal für große Netze.
Langfristige Investitionssicherheit
Mindestens 15 Jahre Produktlebenszyklus und langfristige Verfügbarkeit vermeiden teure Austauschzyklen.
Sicherheitsarchitektur für kritische Infrastrukturen
VPN, Firewall und
zertifikatsbasierte
Authentifizierung –
konform mit BSI- und
NIS2-Vorgaben
Hochverfügbarkeit für Schwarzfall und Störfälle
450 MHz, Watchdog, Multi-WAN und Selbstheilungsmechanismen sichern die Kommunikationskette auch unter Extrembedingungen.
Industrieerprobt für den Einsatz in der ONS
Robuste Hardware mit erweitertem Temperaturbereich, Isolation und kleinem Formfaktor – ideal für enge Außenschränke und harsche Umgebungen.
Kundenspezifische Anpassungen
Garderos entwickelt nach Bedarf beispielsweise Schnittstellenkombinationen oder Integrationen in bestehende Leittechnik.
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